19.05.2012 Brotfabrik Bühne

Uraufführung: My Love is killing me
Cie. Se7en SiStars - Tanz-Performance
Idee/ Konzept/ Choreografie: Lilith Vinçon. Tänzer: Juliane Spannring, Alex Carrillo, Verena Steffens.
Performance/ Tanz: Yurie Ido. Solist Violine: Simon Jakob Drees. Elektronischer Sound: Lilith Vinçon/ Daniel Lindner
Kein Mensch kann letztlich genau beschreiben, was ihm fehlt, sobald er von starken Sehnsüchten gequält wird. Gott wohnt als unerfüllte Sehnsucht auf dem Grunde jeder Seele. Der Mensch muss begreifen, dass sein "Urglaube" nach absoluter Liebe ein Geschenk ist und dass das Vakuum, das die unerfüllten Sehnsüchte hinterlassen, nur durch den Glauben aufgefüllt werden kann. Er muss dazu allerdings eine Art von "Glaubensrisiko" eingehen, denn niemand kann beweisen, dass es diese Liebe tatsächlich gibt, wir können uns lediglich auf die Suche nach ihr begeben und ein persönliches Verhältnis daraus machen.
Streit um Gefühle von Abhängigkeit, die durch große Nähe entstehen kann oder Verlustangst durch Momente von Distanz. Wie verhalten wir uns dazu, wie verhält sich eine ganze Gesellschaftsstruktur dazu? Wie funktionieren wir, kann man überhaupt funktionieren, oder ist es nicht immer wieder ein Ausloten und Entscheiden müssen: Bleiben oder Verlassen, sinnvollen Veränderungen, um sich selber oder anderen nicht im Weg zu stehen? www.se7ensistars.com
20:30 Uhr Eintritt: 12 € / erm. 8 €
Brotfabrik - Caligariplatz 1 - 13068 - Berlin-Weißensee
19.05.2012 BASSY COWBOY CLUB

Andre Williams - Live!
The Black Godfather - Badass R'n'B
Ein besonderes Highlight, eine echte Legende kommt nach Prenzlauer Berg in den Keller des Pfefferberg. Von Lux Interior, dem Sänger der Cramps stammt das Bonmot: "Gegen Andre Williams sieht Little Richard aus wie Pat Boone". Für Stetson-Liebhaber Andre "Mr. Rhythm" Williams sind schon viele Namen gefunden worden. Als Legende des Detroit Souls der 50er und 60er Jahre, dessen anfangs blitzsauberes Vocal Group-Nest er alsbald mit anzüglichen Lyrics verschmutzt, bestimmte er maßgeblich die Entwicklung des Dirty Soul. Musikkenner schreiben Williams seit seinen eingesprochenen (!) Doo Wop- und R'n'B-Singles Mitte der 50er sogar die Erfindung des Raps zu. Nicht nur deshalb trägt der Mann seit Jahrzehnten den Titel "The Black Godfather". Weitere im Umlauf befindliche Ehrentitel hören auf so vielsagende Namen wie "The Duke Of Dirty-Ass", "The Legendary Lord Of Lascivious Lyrics" oder "The Baron Of Badass R'n'B".
Williams hatte ein bewegtes Leben, 1936 in Bessemer, Alabama geboren, verlor mit 6 seine Mutter, pendelt mit dem Vater nach Chicago, wird dann von den Großeltern im Süden erzogen - und komt mit den Country-Klängen von Hank Williams in Kontakt. Mit 16 erster eigener Gesang im Kirchenchor - später Gospelchor - in dem er eigenen Sprechgesang entwickelte. Mitte der 50er Jahre schließlich erste eigene Singles, darunter die berühmten "Bacon Fat" und Jail Bait. Von Chicago nach Detroit geht sein Weg - und arbeitet bald für Motown und trifft mit Stevie Wonder und Ike Turner zusammen - und lebt 18 Jahre Party, bis es im Drogensumpf endet - Absturz in den 80ern. Musiker wie Demolition Doll Rods und Jon Spencer holen ihn wieder auf die Bühne - und er macht seit dem 70. Lebensjahr nun eine echte Club-Karriere. Mittlerweile lebt er in Illinois, und verlegt wieder eigene Alben bei Pravda Records. Einer seine Songs mit den Goldstars heißt: "This cat ain´t tired of living" - Der Abend im BASSY COWBOYCLUB sollte nicht verpaßt werden - wenn Andre mit seiner kratzigen Bariton-Stimme den letzten Dreck aus den Boxen fönt.
Live in der Lounge: Mykey Mynety - Vorband im Club: ROB AND STEAL from Berlin-City Dark &desolate Urban Blues with a touch of psychedelic Shoegazerness.
++ DJ (Club): Mystic N. (Soul,RnB,Mod,Blues)
++ DJ (Bar): Mohair Sam (wild rock'n'roll, pounding blues, obscure garage, southern soul, new orleans r'n'b)
Einlass: 21:00 | Beginn: 22:00
BASSY COWBOY CLUB - Schönhauser Allee 176a - 10119 Berlin-Prenzlauer Berg
19.-20.05.2012 LICHTBLICK KINO

Dagegen (GE9N – OmenglU)
Island 2011, 79 min,
Regie: Haukur Már Helgason, Kamera: Miriam Fassbender
2008 verlor die Finanzwelt das Vertrauen in die aufgeblasene Banken-Ökonomie der kleinen Republik Island - mit den bekannten Folgen. Im Angesicht der Krise zogen tausende Isländer mit der Forderung nach grundlegenden Veränderungen vors Parlament. Die drei Monate des Aufstandes schienen das Ende von 18 Jahren neoliberaler Regierung einzuläuten.
30 der Demonstranten stürmten schließlich das Parlament, um eine Deklaration zu verlesen, von denen 9 wegen des „Angriffs aufs Parlament“ strafrechtlich verfolgt wurden. Sie wurden bekannt als "Die Reykjavík 9". Um sie geht es in dem Film DAGE9EN (GE9N). Die Dokumentation ist der erste abendfüllende Film des isländischen Schriftstellers und Philosophen Haukur Már Helgason, der an den zwei Abenden seinen Film persönlich im Lichtblick-Kino vorstellen wird.
18.30 Uhr - nächste Vorstellung 20.05.2012
Lichtblick-Kino - Kastanienallee 77 - 10435 Berlin-Prenzlauer Berg
19.05.2012 Staatsgalerie Prenzlauer Berg

MK Kähne: Zielscheibe - Pistole
MK Kähne: "OH NO"
- Skulpturen & Objekte -
Der Künstler MK Kähne ist 1963 in Vilnius, Litauen, geboren. Aufgewachsen ist er in Moskau und Berlin und studierte 1983-1988 Malerei an der KH Berlin-Weißensee. Seitdem lebt und arbeitet er in Berlin.
"Der Sinn der Logik und die Logik der Sinne kreuzen sich in MK Kähnes Objekten und Skulpturen auf dem Scheitelpunkt der Absurdität und bewegen sich in die Richtung des Surrealen. Hierin dem Erfinder des Ready-mades nicht unähnlich, führt Kähne die Ikone der Objektkunst auf ihren ursprünglichen Sinn und Zweck zurück. ... Während eine ältere Künstlergeneration mit ostentativen Stellungnahmen in Arbeiten wie Ben Vautiers „Ich habe keine Angst vor Marcel“ den Sockel des "dominierenden Kunstpropheten der Nachkriegszeit" mit Humor und Ironie ins Wanken bringt, konterkariert MK Kähne das surreale Moment in seinen Arbeiten durch die handwerklich-technische Perfektion und Akkuratesse. ... MK Kähne fügt in das kreative Kräftefeld Faktoren des Meßbaren, der Eindeutigkeit und Stabilität ein. Seine Arbeiten sind indisponibel und versperren sich dem Moment des Beliebigen. Nicht der Automatismus steht im Vordergrund, sondern die bewußte Konstruktion. Nicht die Vernachlässigung der Technik, sondern ihr gezielt angestrebter und ausgeführter Einsatz. Nicht der Zufall oder das triviale Fundstück konturieren das Werk, sondern die schweißtreibende gedanklich-formale Anstrengung und die handwerkliche Arbeit." Michaela Kähne (Auszug).
Ausstellungseröffnung: 20:00 Uhr - Ausstellungsdauer vom 22.05. - 09.06.2012 - Öffnungszeiten: Di-Fr - 14-19 Uhr, Sa - 13-18 Uhr
Staatsgalerie Prenzlauer Berg - Greifswalder Straße 218 - 10405 Berlin-Prenzlauer Berg
18.05.2012 Zimmer 16

Lesung:
Lea Streisands: „Berlin ist eine Dorfkneipe“
Dachten Sie wirklich, Berlin wäre eine Metropole? Berlin ist die Kneipe auf dem verlassenen Marktplatz eines Kaffs namens Brandenburg. Manchmal tanzen wir auf den Tischen, manchmal liegen wir unten drunter, jeder war schon mal mit jedem im Bett und Weihnachten ist Lokalrunde. Endlich! Mit „Berlin ist eine Dorfkneipe“ erscheint nun Lea Streisands zweites Solowerk mit Geschichten aus dem sogenannten Großstadtalltag.
Die Autorin Lea Streisand wurde 1979 in Berlin geboren. Seit 1980 kann sie sprechen, seit 1986 lesen und schreiben, seit 2003 kann sie selbst geschriebene Geschichten auf Lesebühnen vorlesen. Sie ist Mitglied der legendären Lesebühne Die Surfpoeten, wo sie jeden Mittwoch brandneue Texte vorträgt. Außerdem liest sie bei der „Berliner Lesebühne des Jahres“ Rakete 2000. www.leastreisand.de
Literaturhinweis:
LEA STREISAND: „Berlin ist eine Dorfkneipe“
Buch & CD, Klappenbroschur, 120 S., 69 Min.
ISBN: 978-3-940767-78-3,
Edition Mundwerk, 13,90 € (D)
21.00 Uhr - Eintritt: 10 € / erm. 5 €
Zimmer 16 - Florastr. 16 - 13187 Berlin-Pankow
18.-19.05.2012 bat - studiotheater

Fotos: Weißes Rössl - Archiv Szenenfoto: Janet Stornowski
Im weißen Rössl - Singspiel in drei Akten*
spielen: Iris Becher, Christin Nichols, Josepha Grünberg, Bertram Maxim Gärtner, Pascal Houdus, Moritz Peschke alle 3. Stj. Schauspiel und Patrick Bartsch 4. Stj. Schauspiel Regie: Janet Stornowski 3. Stj. Regie - Bühne und Kostüme: Nora Willy. - Assistenz: Josefina Vilsmaier. - Musikalische Leitung: Jürgen Beyer.
»Im Weissen Rössl« am Wolfgangsee ist eines der schönsten Romantikhotels Österreichs. Rund 50 Minuten von der Mozart- und Festspielstadt Salzburg entfernt und direkt am malerischen Wolfgangsee gelegen. 1896 schrieben Oskar Blumenthal und Gustav Kadelburg das romantische Lustspiel vom verliebten Oberkellner Leopold und seiner Rösslwirtin.
Im »weißen Rössl« liegt Romantik in der Luft. Alle sind verliebt – mal mehr, mal weniger glücklich, aber es ist Urlaub und Urlaub muss schön sein! Bei guter Luft und Sonnenschein, die blühende Bergidylle genießend, wollen alle nur eins: sich amüsieren! Und da ist Traurigkeit nun mal gar nicht gern gesehen. Und wenn doch mal jemandem die fröhliche Fassade zu entschwinden droht, findet sich bestimmt einer, der mit einem Lächeln und einem der wunderschönen Lieder hilft, die Sorgen wieder zu vergessen. Denn: »Im weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür. Und ruft dir zu: Guten Morgen! Tritt ein und vergiss deine Sorgen!« 1930 komponierte Ralph Benatzky die mitreißende Musik und am 8. November 1930 feierte die Operette Premiere in Berlin. Seit 1912 führt die Familie Peter das »Weisse Rössl« am Wolfgangsee und genau 100 Jahre später kommt es nun ins berliner bat Studiotheater
20:00 Uhr 10 €
bat-Studiotheater - Belforter Straße 15 - 10405 Berlin/Prenzlauer Berg
18.-20.05.2012 BALLHAUS OST

Medea! Die Wahrheit! Me Dea F!
Till Nikolaus von Heiseler / Michaela Caspar
nach voreuripideischen Quellen
Unsere Geschichte beginnt in Kolchis, Medeas Heimat, fernab von der weiten Welt. Medea ist eine Vater-Tochter, klug, kraftvoll, voller Lebensträume und Fernweh.
Ein Schiff aus dem fernen Griechenland legt in Kolchis an. An Bord sind dreizehn Helden. Ihr Anführer ist Jason, der die Ehre seiner Familie wiederherstellen will. Kompromisslos entscheidet sich Medea für die Liebe. Mit der Wucht einer Gigantin steht sie hinter Jason. Wieso eigentlich hinter ihm?
Kommunikation jenseits gelernter Pfade, verbale Sprache geht nicht mehr, Text, Transkription, Gebärden, Film, work in progress: Gemeinsam erzählen Gehörlose, Schwerhörige und Hörende die Geschichte eines ungleichen Paares. In einem Stück über die Gewalt der Rollenbilder, Immigration und den Wunsch nach Unsterblichkeit.
Eine Theaterproduktion von gehörlosen, schwerhörigen und hörenden Jugendlichen und Schauspielern für Gehörlose, Schwerhörige und Hörende.
mit YASEMIN AKAN, ASJA AVAGNAN, HEND EL-KADI, EMILIA VON HEISELER, INARA ILYASSOVA, SIMONE JAEGER, ERDAL KAR, PETER MARTY, TRUNG DUC ANH NGUYEN, BASTIAN SIERICH, THAI VAN QUOK, DUSAN VUJICIC, NIKOLA VUJICIC, FRANK WEIGANG, CORDULA ZIELONKA
Stück TILL NIKOLAUS VON HEISELER Regie MICHAELA CASPAR Gebärdensprachübertragung ANKA BÖTTCHER Musik ACHIM KUBINSKI Video JENS KUPSCH Bühne BURKART ELLINGHAUS Kostüme GABRIELE WISCHMANN Assistenz SUSANN BRÜGGEMANN, RAFAEL UGARTE CHACÓN, MAX NEU Gebärdensprachdolmetscher ANKA BÖTTCHER, PAULA MAHNKE Fotografie LISA WISCHMANN Produktion DANIEL SCHRADER / BALLHAUS OST
EINE PRODUKTION VON POSSIBLE WORLD E.V. IN KOOPERATION MIT DEM SONDERPÄDAGOGISCHEN FÖRDERZENTRUM ERNST-ADOLF-ESCHKE-SCHULE FÜR GEHÖRLOSE UND DEM BALLHAUS OST - GEFÖRDERT DURCH DEN HAUPTSTADTKULTURFONDS
20:00 Uhr - 14,50 € - 9 € - weitere Vorstellungen: 19. und 20. MAI 2012 um 20:00 Uhr
BALLHAUS OST - Pappelallee 15 - 10437 Berlin-Prenzlauer Berg
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